Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH

Oberflächenhyperthermie

Oberflächliche Tumoren

1996 berichtete die internationale Zeitschrift der amerikanischen Krebsgesellschaft Cancer von einer klinischen Studie an 23 Patienten mit HNO-Tumoren, Mamma-Karzinomen und malignen Melanomen, die am John Hopkins Hospital (USA) von Mayer und Hallinan abgeschlossen wurde. Die Ergebnisse weisen vollständige Remissionen bei 89% der Patienten auf und zeigen nach zwei Jahren, dass 74% der Patienten frei von Lokalrezidiven waren. Alle Patienten wurden mit Hyperthermie und Brachytherapie behandelt. Die Autoren schlussfolgern, dass „eine ambulante Behandlung von humanen Neoplasien mit interstitieller Thermoradiotherapie praktisch durchführbar, sicher und effizient ist.“ (siehe 77/11, 2363–2370). Im Journal of Clinical Oncology (Vol.23, Nr.13, 3079-3085) wurde 2005 eine randomisierte Phase-III-Studie von Ellen Jones und Kollegen zur Hyperthermie und Strahlentherapie bei oberflächlichen Tumoren veröffentlicht. Der größte Teil der 109 Patienten der Studie hatte ein Brustwandrezidiv. Die anderen litten an Kopf-Hals-Tumoren oder Melanomen.

Bei Patienten, die zusätzlich zur Bestrahlung Hyperthermie erhielten, wurde in 66% am Ende der Behandlung eine komplette Remission festgestellt – gegenüber 42% der Patienten, die keine Hyperthermie erhielten. Bei bereits vorbestrahlten Patienten war dieser Effekt noch größer: Hier gab es im Hyperthermie-Arm bei 68% eine komplette Remission, in der Gruppe ohne Hyperthermie nur bei 24%.