Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH

Effiziente Krebsbehandlung

Für die supportive Hyperthermie-Behandlung von Tumoren, die dicht unter der Hautoberfläche liegen, hat BSD Medical Corporation, der führende Hersteller für Hyperthermie-Systeme, ein spezielles System entwickelt – inklusive der zugehörigen Applikatoren, die nahezu jeder Körperkontur gerecht werden. Sie bieten hohen Behandlungskomfort und stellen damit einen weiteren großen Fortschritt in der Überwärmungstherapie von Tumoren dar.

Für welche Indikationen ist die Oberflächenhyperthermie geeignet?

Die Oberflächenhyperthermie eignet sich für die Überwärmung von rezidivierenden oder progredienten Tumoren, die nicht mehr als drei Zentimeter unter der Haut liegen – vor allem von nicht operablen Kopf-Hals-Tumoren und Melanomen. Für die Wärmetherapie von Brustwandrezidiven des Mamma-Karzinoms hat BSD Medical einen speziellen Applikator entwickelt.

Die Behandlung

Jeder Applikator besitzt einen Bolus, mit dem er auf die Patientenoberfläche aufgebracht und fixiert wird. Dieser Bolus wird zur Behandlung mit Wasser gefüllt, welches in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert und je nach Bedarf temperiert werden kann. Physikalisch gesehen dient der Bolus der Ankopp-lung der elektromagnetischen Wellen an den Körper des Patienten. Die Temperatur, die im Tumor erreicht wird, wird während der Therapie über Mess-Sonden kontrolliert. Sie wird durch computergesteuerte Anpassung der Applikatorleistung laufend optimiert. Die Vorbereitungs- und Aufwärmphase beträgt etwa 30 Minuten. Die Thermotherapie selbst dauert 60 Minuten.

Die Häufigkeit

Die Hyperthermie-Behandlungen finden je nach Indikation ein bis zwei Mal in der Woche statt. Die Anzahl der Sitzungen hängt von der Tumorentität ab und liegt im Durchschnitt zwischen 5 und 10 pro Patient. Im Falle einer kombinierten Chemotherapie wird diese während der Hyperthermie verabreicht, eine Strahlentherapie muss zeitnah (bis zu 120 Minuten) vor oder nach der Überwärmung erfolgen.

Die Bedienung

Die Anwendung der Oberflächenhyperthermie ist vergleichsweise einfach. Die Bedienung des Systems erfolgt weitestgehend automatisch über den Computer, der wahlweise über einen Touch-Screen oder mit Maus und Tastatur bedient werden kann. Zunächst wird der Patient oder die Patientin auf einer Liege positioniert. Die Temperatursensoren werden auf der Haut über dem Tumorareal fixiert oder über implantierbare Katheter in das Gewebe eingeführt. Die Zahl der Sensoren richtet sich dabei nach der Ausdehnung des Tumors. Der Applikator, dessen Auswahl von Größe und Lage der Tumorläsion abhängt, wird mit Hilfe eines Haltearms oder durch Befestigungsriemen in Therapieposition gebracht.