Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH

Die Wirkung der Hyperthermie auf biochemischer Ebene

Hyperthermie zerstört Krebszellen, indem die Temperatur im Tumor auf 41,5°C bis 43°C angehoben wird. Dabei macht sie sich die oben beschriebenen Schwachstellen maligner Tumoren zunutze: Da der Körper Temperaturanstiege durch die Perfusion abzukühlen versucht, bleiben die Tumoren mit geringer oder irregulärer Perfusion auf erhöhtem Temperaturniveau, während die umgebenden Normalgewebe mit regulärer Durchblutung entsprechend gekühlt werden.

Die Wissenschaft schreibt die Abtötung der Krebszellen bei hyperthermen Temperaturen der Beschädigung der Plasmamembran, des Zellskeletts und des Zellkerns zu. Der Grund, warum Krebszellen besonders anfällig für die Hyperthermiebehandlung sind, ist ihre hohe Übersäuerung. Sie entsteht durch die Unfähigkeit zur Entsorgung von anaeroben Metabolismen. Hyperthermie greift die übersäuerten Zellen an, durchbricht die Stabilität der zellulären Proteine, führt zu deren Aggregation und letztendlich zum Zelltod.

Biochemische Wirkung von Hyperthermie