Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH

Hyperthermie und biologische Therapien

In der Gen-Therapie zeigt sich die Hyperthermie als Aktivator für neue biologische Therapieformen, da die Gen-Produktion aufgrund der Hitze tausendfach schneller abläuft (Wärme-moderierte Gen-Therapie).

Für die Immuntherapie und der Entwicklung von Anti-Tumor-Impfstoffen spielt die Hyperthermie eine bedeutende Rolle. Wärme versetzt Krebszellen in Stress. Als Folge davon bilden sie Hitzeschockproteine (z.B. HSP70) und Gefahrensignale (z.B. HMGB1), die wiederum das Immunsystem aktivieren. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für zahlreiche Forschungen, wie man mit Hilfe dieser Hitzeschockproteine Immuntherapien entwickeln und verschiedene Methoden der Vakzinierung mit Hyperthermie kombinieren kann.

Zur Antiangiogenese, so zeigen Forschungsergebnisse, trägt die Hyperthermie ebenso bei, weil sie die Neubildung von Blutgefässen blockiert. Deshalb ist sie als Begleittherapie zu einer medikamentösen Angiogenese-Inhibitor-Therapie für die in schlecht perfundierten Regionen überlebenden Tumorzellen geeignet.

Immunaktivierung durch Hyperthermie