Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH

Warum die Hyperthermie die Effizienz von Zytostatika signifikant steigert

Die Hyperthermie kann auch die Wirkung einer Chemotherapie signifikant erhöhen. Wie bei der Strahlentherapie liegt der Hauptgrund in der gesteigerten Perfusion der Tumorgewebe. Die bessere Durchblutung erleichtert die Aufnahme der Zytostatika durch die Zellmembranen. Die erhöhte Temperatur fungiert dabei als Aktivator für die medikamentöse Therapie, da die chemischen Reaktionen durch die Wärme beschleunigt werden.

Gerade bei der Behandlung von großen Tumoren stellt die Hyperthermie eine ideale Ergänzung zur Chemotherapie dar. Meist sind das Zentrum und andere Regionen solcher Krebsherde schlecht durchblutet und die Zellen im Wachstum retardiert, so dass sie für Zytostatika, die ja vor allem sich schnell teilende Zellen angreifen, kaum erreichbar sind. Durch die Hyperthermie werden die Perfusion der Tumorzellen und damit die Aufnahme der Medikamente deutlich gesteigert.

Zahlreiche Publikationen beschreiben die Interaktionen zwischen Hyperthermie und verschiedenen Zytostatika wie Doxorubicin, Mitomycin C, Mitoxantron, Bleomycin, Cisplatin, Nitrose-Harnsäure und Cyclosphosphamid. Dabei konnte gezeigt werden, dass durch die Wärmetherapie auch bereits resistente Tumoren wieder auf Zytostatika ansprechbar wurden.

Bei der Anwendung von Liposomen, in die Zytostatika „verpackt“ werden, hilft die Hyperthermie, dass diese das Ziel, nämlich den Krebsherd, auch finden: Über eine intravenöse Spritze gelangen die winzigen Fettkügelchen ins Blut des Patienten. Wenn sie auf eine Stelle im Körper treffen, die auf 42°C erwärmt wurde, schmelzen sie und geben ihren Inhalt frei. Dadurch wird es möglich, Chemotherapeutika direkt und in großer Menge an den Tumor zu bringen und dabei die Nebenwirkungen deutlich zu reduzieren.