Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH

Schwachstellen maligner Tumoren

Bösartige Tumore entstehen aus dem Wachstum mutierter Zellen, die mehr Energie zum Überleben brauchen als normale Zellen. Für ihre unkontrollierte Vermehrung reichen die vorhandenen Blutgefäße zur Nähr- und Sauerstoffversorgung nicht aus. Daher stimulieren maligne Tumoren das Wachstum zusätzlicher Blutgefäße. Aber diese neuen Blutgefäße weisen – verglichen mit jenen im Normalgewebe – chaotische Strukturen auf. Sie haben eine ungewöhnliche Größe, Schleifen und tote Enden. Aufgrund dieser irregulären Struktur der Blutgefäße sind oft große Bereiche der Tumoren hypoxisch. Und da hypoxische Zellen die Schadstoffe nicht ausreichend über das Blut entsorgen können, weisen sie einen niedrigen pH-Wert auf.

Bei diesen Tumoren sind auch häufig große Änderungen in der Perfusion zu beobachten, da die instabilen Blutgefäße periodisch kollabieren und den Zellen Sauerstoff entziehen. Sauerstoff-defiziente Zellen können mit ionisierender Strahlung (die Sauerstoff-Radikale bildet, welche die DNA angreifen) oder Chemotherapie (die den Blutfluss zum Transport der Zytostatika benötigt) nur sehr schlecht abgetötet werden. Weil hypoxische Krebszellen aber zur Metastasierung neigen, hat ihre Vernichtung eine hohe Priorität in der Krebsbehandlung.

Blutgefäße mutiert

Blutgefäße normal